MEDRUM-Nachricht

Liebe Leser und Leserinnen,

In Antwort auf unsren Artikel http://laiglesforum.com/nieder-mit-der-tyrannie/ über den kommenden heiss bestrittenen Marburger Kongreß hat die Redaktion von Laigle’s Forum inzwischen folgende Mitteilung von MEDRUM bekommen:

Der Kongreß beschäftigt sich mit dem Thema “Identität – Der rote Faden in meinem Leben”. Dennoch steht er in der Kritik, weil verschiedene Personen und Gruppen nicht wollen, dass dort Referenten vortragen, die sich an anderer Stelle mit Fragen homosexueller Lebensweisen und Problemen eines Teils von homosexuell orientierten Menschen befassen, die damit im Konflikt leben. Vertreter von Homosexuellen-Organisationen und einige politische Verteter wollen diese Referenten nicht vortragen lassen, weil sie nicht wollen, dass sich diese Personen sich bei solchen Gelegenheiten wie dem Kongreß öffentlich äußern können.

Deswegen wird ein fast schon erbitterter Kampf gegen diese Personen und ihre Veranstaltungen auf dem Kongreß geführt. Schärfster Kritiker ist ein Aktionsbündnis, das sich in Marburg formiert hat und den gesamten Kongreß verhindern will. Es hat deswegen zur einer Protestveranstaltung aufgerufen, mit der am 21. Mai gegen den Kongreß demonstriert werden soll.

Von einigen Personen wird befürchtet, dass diese Protestveranstaltung zu unfriedlichen Aktionen führen könnte, weil in Marburg einige Tage zuvor bereits einige christliche Einrichtungen beschmiert und beschädigt wurden. Der Veranstalter will diesem Druck jedoch nicht nachgeben und hat bisher darauf bestanden, den Kongreß mit dem geplanten Programm durchzuführen. Die Initiative “Für Freiheit und Selbstbestimmung” hat sich den Forderungen der Kritiker des Kongresses entgegengestellt, die Rede- und Wissenschaftsfreiheit zu beschneiden. Die Initiative erwartet von allen Verantwortlichen, dass die Veranstaltungen des Kongresses frei von Agitation und repressiven Maßnahmen so durchgeführt werden können, wie sie geplant sind.

Es geht also bei der Kontroverse um den Kongreß nicht um Fragen der Homosexualität, sondern um die Freiheit von Rede- und Wissenschaft und um freie Therapiewahl. Das Thema Homosexualität wird von den Kritikern letztlich nur dazu benutzt, um begründen zu können, warum sie gegen einzelne Veranstaltungen oder den gesamten Kongreß opponieren. So bekämpft das Marburger Aktionsbündnis “Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus” diesen Kongreß, weil er angeblich ein Kongreß von Evangelikalen sei, denen Sexismus, Homophobie und religiöser Fundamentalismus vorzuwerfen sei.

www.medrum.de, 19.06.09.

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