Hitler war kein Christ

Hitler, der Holocaust und die Bibel

von Donald Hank – Dienstag, 2. Juni 2009, 10.19 Uhr

(von Dagmar Schubert aus dem Englischen übersetzt)

 “Auch das Regime der Araber in Spanien war etwas unendlich Vornehmes: die größten Wissenschaftler, Denker, Astronomen, Mathematiker, einer der menschlichsten Zeiträume, eine kolossale Ritterlichkeit zugleich. Als dann später das Christentum dahin kam, da kann man nur sagen: die Barbaren. Die Ritterlichkeit, welche die Kastilier haben, ist in Wirklichkeit arabisches Erbe. Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen – das Christentum ist so etwas Fades -, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.” 

Adolf Hitler (Quelle: Werner Jochmann, Adolf Hitler – Monologe im Führerhauptquartier, S. 370)

Die Linke ist die am meisten um Christus zentrierte Religion auf der Welt; sie versteht es auf perfekte Weise, die Geschichte Jesu Christi und den Glauben, den Er in Millionen wachgerufen hat, zu zerstören. 

In seinem neuen Buch „Hitler, der Holocaust und die Bibel” bietet Joe Keysor, ein Gelehrter und authentischer Wahrheitssucher, der in unterschiedlichen Ländern gelebt hat und einige Fremdsprachen spricht,  einigen ernsthaften Verfechtern der Theorie, wonach Christen gefährliche, potentielle Faschisten seien, wie z. B. Jim Walker, der die Webseite „Hitler’s Christianity” („Hitlers Christentum”) betreibt und Richard Steigmann-Gall, Autor des Buches „Das heilige Reich”, die Stirn. Keysor zeigt auf, dass während Christen erfolgreich gegen die antichristlichen Attacken wie den Roman „Der Da Vinci Code” gekämpft haben, der Mythos über Hitler als Christ größtenteils unangefochten geblieben ist. Er schreibt dies dem Umstand zu, dass es nur wenigen bewusst ist, was Christentum wirklich bedeutet und  noch weniger Menschen  den Standpunkt vertreten, dass die Bibel das Wort Gottes ist und dass das Herumpfuschen in ihrem Inhalt, schreckliche Konsequenzen nach sich zieht.

In einer Welt, in der die Botschaft Jesu Christi so weit verdreht wird, dass selbst ein Babymörder wie George Tiller als Hilfslehrer in einer Kirche dienen darf, hat die antichristliche Bewegung leichtes Spiel. Schließlich hatte sich Hitler auch in seinem politischen Wahlkampf zum christlichen Glauben bekannt und schon sehr bald (1933) ein Konkordat mit dem Vatikan unterzeichnet, welches die geistliche und hierarchische Autorität der Kirche bestätigte und veranlasste, dass seine Günstlinge sich mit einigen Kirchenführern fotografieren ließ.

Die germanischen Christen verhalfen Hitler mit ihrer Lehre vom „christlichen Positivismus” dazu, seine Ideologie über die Deutschen als Herscherrasse zu verbreiten,  wonach die Christen dazu verpflichtet wären, Hitler zu unterstützen. Die Lehre vom „christlichen Positivismus” basierte auf zwei völlig unsinnigen Vorstellungen:

  1. dass Jesus gekommen sei, um mit den Juden Krieg zu führen
  2. dass die nordische „Rasse” von Gott dazu auserkoren sei, sich dem Judentum entgegenzustellen

Aber Keysor macht deutlich, dass diese Lehren absolut nichts mit der Bibel zu tun haben, da Jesus gesandt worden war, um in Versöhnung für die Sünde zu sterben und die Juden die Ersten gewesen waren, denen Er das Evangelium verkündet hat und für die Er gestorben ist. Bibeltreuen Christen leuchtet das ein; aber die Bibel ist seit der Zeit Jesu verfälscht worden, und die christliche Lehre wurde von falschen Lehrern derart verdreht, dass der Christus in ihre Pläne passte.

Keysor hat jedoch etwas bemerkt, dass kein anderer Historiker vor ihm , trotz aufwendiger Untersuchungen über das Dritte Reich, jemals festgestellt hatte, nämlich den hervorstechenden Effekt des säkularen Einflusses auf Hitler und den hauptsächlich säkularen Einfluss moderner Theologen auf das biblische Christentum in Deutschland, der schon wirkte lange bevor Hitler an die Macht kam. Keysor zählt die säkularen Philosophen auf, die Hitler am meisten beeinflusst hatten,  und zwar Kant, Fichte und Hegel und gewisse andere. Aber die Volkstradition „mit ihren einzigartig deutschen Interpretationen des Darwinismus, ergänzte die Ehrbarkeit der Bewegung bis ins Unermessliche”  … „wie aus den Werken des deutschen Darwinisten Ernst Haeckel hervorgeht .”

Keysor schreibt, dass während die Historiker ständig auf den religiösen Fanatismus (Kreuzzüge, Inquisition) als gefährlichen Bestandteil der Politik hinwiesen, niemand aufzeigte, dass die Greueltaten von Lenin, Stalin, Mao, Castro und Pol Pot viel erheblicher für unsere heutige Zeit waren und eine viel höhere Zahl an Todesopfern zu verzeichnen hatten …” und doch werden sie nicht als ‘Beispiele der Gefährlichkeit von Versuchen’, die Gesellschaft nach rein rationalen Prinzipien zu organisieren, hervorgehoben.”

Unter den Historikern, die sich mit der Nazizeit befassen, mag sich Keysor dadurch auszeichnen, dass er als einziger den Zustand des Christentums bis zu den 30er Jahren analysiert, welcher sich praktisch sehr durch die Lehren der Theologen des 17. und 18. Jahrhunderts wie Friedrich Schleiermacher, Albrecht Ritschl, Adolf Harnacke und Julius Wellhausen verschlechtert hatte. …. Alle diese Theologen waren „emsig bemüht, die Autorität der Bibel und den historischen christlichen Glauben zu untergraben und waren im großen Maße für den Zusammenbruch der evangelischen Kirchen vor der Zeit des Nationalsozialismus verantwortlich”. Was für eine Ironie, dass auf diese Weise „’Namenschristen’ in der Tat das Fundament für Hitlers Aufstieg gelegt hatten. Es waren keine Vertreter Christi, sondern sie haben in Wahrheit den Glauben zerstört”.

Von 1933 an „verzichtete” der deutsche Theologe Rudolf Bultman ganz auf Christum und befürwortete mehr als alles andere den säkularen Existentialismus … er verleugnete die Erbsünde, jeglichen übernatürlichen Einfluss des heiligen Geistes, die Göttlichkeit, den Sühnetod, die Auferstehung und die Wiederkunft Christi”.

In jenen wenigen Kirchen, die es geschafft hatten, noch an den letzten Überresten des Christentums festzuhalten, gab es Helden, von denen einige sogar mit ihrem Leben dafür bezahlen mussten, dass sie sich Hitlers Vernichtung der Juden widersetzt hatten.

Keysor zeigt auf, dass nachdem Hitlers Absichten einmal klar waren, es keinerlei Sympathie mehr für Hitler gab (die viele leichtgläubige Kirchen zu Anfang empfanden). Es herrschte von da an vielmehr Angst, die dazu führte, dass die Christen (sowohl bibelgläubige als liberale) zu Hitlers Politik schwiegen und dazu, dass sie dem Klerus Loyalität abnötigten.

Dieses Buch ist ein wesentlicher Bestandteil im Arsenal für die Bekämpfung einer der heimtückischsten Lügen und Verzerrungen der Linken.

Heute, wo wir über den Mord an George Tiller nachdenken, einen Spät-Abtreiber, der erstaunlicherweise in seiner Kirche als Hilfslehrer fungieren durfte, stellt sich klar heraus, dass man nichts, aber auch gar nichts aus der Geschichte des Dritten Reiches gelernt hat.

Joe Keysor weiß, wie kein anderer, warum das so ist.

 

Donald Hank ist ein ehemaliger Sprachlehrer, der seinen Abschluss in Französisch und Germanistik an der Millersville State University (PA) (wobei er als Austauschstudent ein Jahr auf der Philipsuniversität verbrachte), seinen Magister in russischer Sprache und Literatur im Kutztown State College (auch in PA) gemacht, der 3 Jahre in Taiwan im Mandarin Training Center Chinesisch und als Autodidakt noch andere Sprachen gelernt hat und der ganze 8 Jahre im Ausland verbrachte. Er ist auch der Gründer der Lancaster-York Non-Custodial Parents-Organisation, eine Beratungsstelle für christliche Eltern.

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